“Wunderschöne Vase und ein Shop mit wirklich außergewöhnlich freundlichem Kundenservice.
Es gab bei meiner Bestellung ein kleines Problem, das sich schnell und unkompliziert klären ließ. Besonders positiv fand ich den offenen, wertschätzenden und transparenten Umgang mit meinem Anliegen.”
Hallo Andrea,
vielen Dank für deine ehrliche Bewertung und dein Feedback — das nehmen wir uns wirklich zu Herzen. Die Vase gefällt dir, und das freut uns sehr. Dass das Preisschild noch dran war, ist unschön und das hätte nicht passieren dürfen. Dafür möchten wir uns aufrichtig entschuldigen.
Wir möchten aber auch die Gelegenheit nutzen, dir gegenüber völlig transparent zu sein — nicht um uns zu rechtfertigen, sondern weil wir denken, dass es hilft zu verstehen, wie Preise im Handel tatsächlich zustande kommen.
// Die Rechnung
Von deinen 60,00 € gehen zunächst 9,58 € direkt als Umsatzsteuer ans Finanzamt. Es bleiben also 50,42 € netto. Der Einkaufspreis der Vase liegt bei 27,45 € — das entspricht einem Kalkulationsfaktor von knapp 1,8. Im Handel ist ein Faktor von 2,5 bis 3,0 absolut üblich, wir liegen also tatsächlich eher am unteren Ende.
// Was an diesem Einkaufspreis noch hängt
Der Einkaufspreis ist nur der Anfang. Dazu kommen Mindestbestellmengen, die wir vorfinanzieren müssen, Fracht vom Lieferanten, bei Importware auch Zoll — und das Risiko, dass Artikel, die sich nicht verkaufen, einfach liegenbleiben.
// Lager und Kapital
Die Ware muss irgendwo stehen. Lagerfläche kostet Miete, die Ware muss versichert sein, und das gebundene Kapital steht uns in der Zeit nicht anderweitig zur Verfügung.
// Verpackung und Versand
Gerade bei einer Vase ist der Verpackungsaufwand nicht zu unterschätzen — Karton, Polstermaterial, Füllmaterial. Dazu kommen die Paketkosten, die wir bei kostenlosem Versand direkt aus der Marge mitbezahlen.
// Zerbrechliche Ware
Bei Vasen, Glas und Keramik gibt es schlicht einen kalkulierten Bruchanteil — im Transport, im Lager, beim Versand. Das ist kein Fehler, das ist Realität, die eingepreist sein muss.
//Retouren
Das gesetzliche Rückgaberecht von 14 Tagen bedeutet: Rückversand, Prüfung, Wiederaufbereitung — und manchmal schlicht Wertverlust, weil die Ware nicht mehr als neu verkauft werden kann.
//Laufende Kosten, die man nicht sieht
Zahlungsdienstleister wie PayPal oder Klarna kosten 2 bis 3 % vom Umsatz je Bestellung. Dazu kommen Shop-System, Hosting, Domains und Tools. Und dann ist da noch alles, was im Hintergrund läuft und im Preis nicht sichtbar ist: Produktfotografie, Texte, Marketing, SEO, Newsletter, Kundenservice, Bestellabwicklung, Buchhaltung und die Steuern und Abgaben, die über die Umsatzsteuer hinausgehen.
Wir sagen das nicht, um den Ärger über das Preisschild kleinzureden — der ist berechtigt und das war ein Fehler, der nicht hätte passieren dürfen. Wir sagen es, weil wir möchten, dass du weißt, dass hinter einem Preis von 60 € für eine hochwertige Vase keine überzogene Gewinnspanne steckt, sondern schlicht die Realität eines kleinen Onlineshops.
Liebe Grüße
Manuel & Sarah